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Forschungsprojekt

Die Wettbewerbsfähigkeit der Erzeugung von Bioenergie in Abhängigkeit von wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen


Projektnummer: AWI/163/08

Projektbearbeiter: Ortner, K.M.; Janetschek, H.; Quendler, E.; Wagner, K.

Projektpartner: Biomasseverband; BMLFUW, Abt. II/1, Abt. III/3, Abt. III/9; Bundesanstalt für Bergbauernfragen; Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft; Energieverwertungsagentur; HBLFA Wieselburg; Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH; LFZ-Raumberg-Gumpenstein; Umweltbundesamt

Zeitraum: 2008 - 2012

Projektbeschreibung: 

Ziel des Projektes ist die Abschätzung des möglichen Beitrags der Biomasse zum zukünftigen Energiebedarf unter Berücksichtigung der Nutzungskonkurrenz zwischen nachwachsenden Rohstoffen (für Ernährung, Fütterung, stoffl iche und energetische Nutzung) und der Möglichkeit ihrer Substitution durch andere nachhaltige Energiequellen. Es soll untersucht werden welche Möglichkeiten bestehen, den Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre durch agrarpolitische Maßnahmen zu verringern, und welche Förderungen oder Rahmenbedingungen notwendig sind, um die Produktion von Biomasse zur Erzeugung von Energie rentabel zu machen und zu erhalten. In Betracht gezogen werden dabei einerseits die politischen Zielsetzungen zur Reduktion des Klimawandels und anderseits die Auswirkungen einer zunehmenden Verwendung agrarischer Rohstoffe auf deren Preise, die Einkommen der LandwirtInnen, die Beschäftigung im ländlichen Raum, die regionale Landnutzung und Umweltindikatoren. Mit der Forcierung der Biomasse kommt es zu einer intensiveren Landnutzung und höheren Produktionskosten, die die Wettbewerbsfähigkeit der Biomasse im Vergleich zu anderen Energiequellen beeinträchtigt. Allerdings wird intensiv an Innovationen und technischen Fortschritten gearbeitet mit dem Ziel, die Energieausbeute und die Herstellungskosten, aber auch den Bedarf an Energie zu senken. In verschiedenen Gebieten bestehen große Potentiale, die Landwirtschaft in diese Richtung zu entwickeln (z.B. MOEL, Ukraine, Russland), in anderen werden auch andere Quellen mobilisiert werden können: die Forstwirtschaft und die Wasser-, Wind- und Sonnenenergie. Damit verbunden stellt sich die Frage nach der für verschiedene politische Zielsetzungen richtigen Politik bzw. in welchen Regionen sich aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht welche Formen der Energie entwickeln und durchsetzen werden und welche Auswirkungen auf die Märkte, die regionale Wertschöpfung, die Bodennutzung und die Umwelt sich daraus ergeben. Die Studie gliedert sich voraussichtlich in folgende Teilbereiche: a) Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Förderung der Biomasse b) Bisherige Entwicklung des Energiesystems: Verbrauch, Herkünfte, Potentiale, Kosten c) Möglichkeiten zur Steigerung der Biomassenutzung (Holz, Stroh, Dünger, Pfl anzen, Getreide, Zucker, Ölsaaten) d) Schätzung der Auswirkungen steigender Nachfrage nach und Produktion von Bioenergie e) Wettbewerbsstellung von Energie aus Biomasse (Potential, Wirtschaftlichkeit) in Abhängigkeit von Preisen und Förderungen.

Publikationen

Wechselwirkungen zwischen Landwirtschaft und Hochwasser. In: Bericht zum 2. Umweltökologischen Symposium, Boden- und Gewässerschutz in der Landwirtschaft, S. 89-92. LFZ Raumberg-Gumpenstein, Irdning 2010  >

In welchem Verhältnis steht die Produktion von Biokraftstoffen in Österreich zum Bedarf an Nahrungsmitteln in Zimbabwe?  >