Landwirtschaftliche Haupt- und Kleinproduktionsgebiete




Auf Basis früherer Abgrenzungen von landwirtschaftlichen Haupt- und Kleinproduktionsgebieten (Steden und Schmittner 1951, Schwackhöfer 1966) wurde 1990 eine Neuabgrenzung durchgeführt (Schriftenreihe der Bundesanstalt Nr. 61 und 62, Wagner 1990). Die Gebietsgliederung Österreichs nach nunmehr 8 Hauptproduktionsgebieten und 87 Kleinproduktionsgebieten dient der Verbesserung der Aussagekraft der Agrarstatistik, da die herkömmlichen Verwaltungsgrenzen (Bezirke, Bundesländer) oftmals aus landwirtschaftlicher Sicht heterogene Gebiete zusammenfassen oder auch homogene Gebiete zerteilen. Die Abgrenzung (Zusammenfassung von politischen Gemeinden) erfolgte nach naturräumlichen Grundlagen wie Hangneigung und Seehöhe und nach Betriebsmerkmalen wie Betriebsformen (Schriftenreihe Nr. 50 Betriebsklassifikation Binder, Pfingstner) und Betriebsgrößen.

Verwendung finden die Haupt- und Kleinproduktionsgebiete z.B. in der Beschreibung der Lage der Landwirtschaft im Grünen Bericht des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Tabellen des Grünen Berichtes, Kapitel 4. Auswertungsergebnisse von Buchführungsbetrieben) oder in verschiedenen Forschungsprojekten mit regionalen Strukturuntersuchungen. Die Finanzlandesdirektionen verwenden die Produktionsgebiete in modifizierter Form bei der Auswahl von Vergleichsbetrieben zur steuerlichen Bewertung des landwirtschaftlichen Vermögens.

Alle auf Gemeindeebene vorliegenden Statistiken können nach Klein- bzw. Hauptproduktionsgebieten aggregiert werden.

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